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Türkisches Fotoalbum

Fotographische Erinnerungen an Schülerreisen der Bismarckschule Hannover in die Türkei. Die DTA bemüht sich darum, Türkei-Kontakte nicht nur auf der universitären Ebene zu organisieren, sondern auch Schülerinnen und Schüler in diese Austausch- und Kontaktprogramme mit einzubeziehen. (Fotos: Gerhard Voigt, 1971 - 1995)

Weitere Fotos siehe WebSite des UNESCO-Clubs Hannover

Istanbul: Aya Sofia

Die Hagia Sophia - Kirche der Heiligen Weisheit - ist eine der ältesten und größten Kuppelbasiliken der Frühchristlichen Zeit. Mit der Eroberung Konstantinopels durch die Osmanen wurde sie zur Moschee und zum Maßstab für die typische türkische Kuppelmoschee z.B. des großen Architekten Sinan. Heute ist der Bau ein staatliches Museum.

Istanbul Lisesi: Historisches Bild

Die alte Eliteschule ist eines der besten bilingualen türkiscjh-deutschen Gymnasien in der Türkei und Partnerschule der Bismarckschule Hannover. Im prächtigen Bau eines ehemaligen osmanischen Ministeriums untergebracht liegt sie in Cagaoglu in Alt-Istanbul zwischen Gedecktem Bazar und dem Hang zum Bosporus mit Blick über die Altstadt.

 

Istanbul: Portal der Istanbul Lisesi

An nationalen Feiertagen schmückt sich die Schule wie alle großen Gebäude der Türkei mit riesigen türkischen Flaggen. Vor Beginn des Unterrichts versammelt sich die ganze Schule vor dem Tor um gemeinsam zu singen und Ansprachen zum gegebenen Anlass zu hören.

 

Ankara: Haci Bayram

Ankara war bis 1924, der Gründung der Türkischen Republik, zwar nur ein kleiner zentralanatolischer Ort, doch mit einer alten Siedlungsgeschichte, die mindestens bis zu den Hethitern zurückreicht. Der Augustustempel aus römischer Kaiserzeit beherbergt eine fast vollständige Marmortafel der "gestae augustorum", die eines der wichtigsten kultur- und bibelgeschichtlichen Dokumente ist. Später wurde die verehrte Grabmoschee des Haci Bayram an die Ruinen herangebaut.

 

Kappadokien: bei Göreme

Kappadokien ist eine der faszinierendsten Landschaften in Zentralanatolien. durch zwei Vulkane im Mesozoikum und Tertiär von hundert Metern mächtigen Tuffschichten und darüber ergossenen Lavaschichten aufgefüllt und bedeckt, hat die Erosion zehntausende von Tuffkegeln, die gleich Zuckerhüten in der Landschaft stehen, herausgearbeitet,

 

Kappadokien: Hassan Dagi

Im Westen erhebt sich der heute erloschene Hassan Dagi, von dem ein Teil der Staub- und Lavabedeckung Kappadokiens herrührte. Noch heute dominieren in seinem Umkreis schwarze Lavaböden und Geröll- und Gesteinsflächen: eine nur spärlich landwirtschaftlich nutzbare Steppe, im Gegensatz zu den fruchtbaren Tuffböden zwischen den Kegeln, auf denen der Wein- und Fruchtanbau blüht.

 

Kappadokien: Ürgüp

In Ostkappadokien liegt die mittelgroße Stadt Ürgüp mit dem typischen ländlichen Treiben Anatoliens. Wein- und Teppichhändler und zunehmend der Tourismus bestimmen die Einkommensmöglichkeiten dieses Ortes, in dem auch viele Häuser bis in die natürlichen und künstlichen Höhlen im Tuffgestein hinein reichen.

 

Tuz Gölü

Der Tuz Gölü, "Salzsee", ist ein riesiges intramonanes Becken zwischen Ankara und Konya und die nördlichste Salztonfläche der Alten Welt. Durch das aride (trockene) Klima verdunstet hier das in das Becken vor allem im Frühjahr von den Ranfgebirgen hineinfließende Wasser und hinterlässt Salzsüpfe und austrocknende Salzflächen, die in der Sonne blendend weiß erstrahlen.

 

 

Tuz Gölü: Reisebus

Am Rande des Tuz Gölü macht eine Schülergruppe der Bismarckschule Hannover Halt, um dieses Naturwunder zu bestaunen. Der mittelgroße Reisebus ist eigentlich ein Istanbuler Schulbus, der uns mit Fahrer von unserer Partnerschule, der Istanbul Lisesi vermittelt und sehr preiswert zur Verfügung gestellt wurde für unsere Rundfahrt durch die QWesttürkei.

 

Sultanhani bei Aksaray

Auf dem Weg von Kappadokien nach Südwesten nach Konya liegt an der alten Karawanenstraße, die den Südrand des Tuz Gölü umgeht, eine Reihe von Krawansereien vor allem aus der Zeit der Seldjuken-Sultane von Konya im 11. bis 13. Jahrhundert. Diese "Häuser des Sultans" wurden als fromme Stiftungen zur Förderung und Sicherung des Handels und der Pilgerfahrt vom Sultan errichtet.

 

Sultanhi (Aksaray): Innenhof

Diese Karawansereien sind nach einem einheitlichen Baumuster erbaut worden. Um einen großen Innenhof herum, auf dem Waren und Tiere lagern konnten, befinden sich gedeckte Räume als Schlafgelegenheiten für die Reisende. Am Ende des Hofes, imk Bild hinten, findet sich eine große gedeckte "Winterhalle", in der auch Tiere Schutz vor Frost und Wetterunbill fanden. In der Mitte ist über einem Brunnen ein kleiner Gebetsraum zu finden, zu dem eine Treppe empor führt.

 

Konya: Tekke des Mêvlâna

Konya war die Hauptstadt des westlichen Seldjukenreiches, das zwischen Byzanz und dem Kalifenreich immer mehr Unabhängigkeit gewinnen konnte. Konya wurde zum spirituellen Mittelpunkt der islamischen Mystk, als Djelladin Rûmi ("der Römer", weil Konya noch zum "römischen" byzantinischen Reich zählte) seinen "Orden der tanzenden Derwische" gründete. Die Grabstätte des "weisen Lehrer" (Mêvlâna) unter der grünen Zeltkuppel ist bis heute ein Wallfahrtsort für Muslime und Mystiker aus aller Welt.

 

Konya: Mêvlâna

Das Hauptwerk des Rûmi ist sein "großes Buch", das Masnavi, das zu den wichtigstern Werken der Weltliteratur gehört und die Einheit von menschlicher Liebe und Gottesliebe, von der Einheit der Welt und der mystischen Versenkung durch Musik und Tanz verkündet. Noch heute werden im Dezember die mystischen Tänze des Mêvlâna in Konya vorgeführt, was nicht nur eine touristische Attraktion ist sondern geistige Hintergründe nachzeichnet.

 

Konya: Markthalle

Konya ist aber nicht nur ein geistiges Zentrum des Islam, sondern eine der modernsten und am besten kommunalpolitisch geführten Städte der Türkei. Weil - oder obwohl - sie als erste Stadt eine islamistische Stadtregierung wählte? Eine moderne Markthalle ersetzt das alte Marktviertel der Buden und Verschläge; vielleicht weniger pittoresk, aber sauber und von Käufern wsie Verkäufern als Wohltat empfunden.

 

 

 

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Entwurfsphase 1998-2000 / Publikation: 20.12.2005 / Revision: 01.03.2010