Dokumente
zur
Diffamierungskampagne der Hürriyet
Kolumne „Spiel mit dem
Feuer“ von Ertuğ Karakullukçu
Übersetzung aus dem Türkischen
25.03.2001 Hürriyet
Man sollte in Deutschland die notwendige Botschaft
der türkischen Reaktion auf Mühlheim empfangen, das zur Bühne für die
Initiative eines Verschwörungsdialogs (!) hinsichtlich des sogenannten
Völkermords an Armeniern geworden ist.
Was sagen unsere dortigen Leute:
-
Solche einseitigen, unser Vaterland
anschwärzenden Beschuldigsinitiativen beunruhigen uns. Sie bringen
Spannung und bedrohen den sozialen Frieden. Genauso wie beim
Kurdenproblem, werden wir jetzt durch die Erfindung einer armenischen
Frage zur Zielscheibe in der deutschen Öffentlichkeit.
-
Natürlich... kann ein Deutscher, der einer
Gehirnwäsche unterliegt mit dem Gerede „Türken haben den Armenier
geschlachtet... Sie wurden zum Vorbild für Hitler“, seinen türkischen
Nachbarn noch mit Sympathie betrachten?
-
Immer wird die türkische Gesellschaft durch
negative Beispiele infolge von Verzerrungen an die Tagesordnung gesetzt.
Unseren Leuten bleibt weder Zuspruch (Begeisterung) noch Liebe/
Freundschaft. Nichts Positives und Schönes, das der türkischen
Gesellschaft entstammt, wird in den Medien Platz eingeräumt. Nicht
einmal mehr, dass der Staatspräsident Ahmet Necdet Sezer mit dem
deutschen Staatspräsidenten Johannes Rau die Troja-Ausstellung
eröffnete, konnte die Aufmerksamkeit der deutschen Medien (Presse)
erwecken.
-
Und danach, bloss Anpassung! (der Türken an
die deutsche Gesellschaft)
-
Kann es unter solchen Verhältnissen (oder in einer
solchen Umgebung) überhaupt Anpassung geben?
-
Verehrte deutsche Zuständige sollen das Problem
auch einmal aus dieser Perspektive betrachten (oder: überdenken).
Wehe! Stiftungen
Es gibt verschiedene Stiftungen in Deutschland...
Diese machen aktiv und effektiv Politik in Angelegenheiten (Themen), die
die türkische Gesellschaft unmittelbar betreffen, sie schaffen öffentliche
Meinung ... Vom kurdischen Problem bis zu türkischen Medien...
Aber wir schreiben mit Trauer/Kummer, diese
Aktivitäten sind oftmals gegen die Türkei und die türkische Gesellschaft
gerichtet.
Denn die Probleme werden einseitig behandelt
und Namen, die eine bestimmte Politik unterstützen, werden immer
bevorzugt. Das Ergebnis, das mit solchen Teilnehmern herauskommen kann,
ist wie bestellt, von Anfang an bekannt. Leider werden in der Regel
negative Images (Bilder) gezeichnet. Soll die türkische Presse durch diese
einseitige Anschwärzungskampagne ihr Fett abbekommen?
Selbstverständlich wird hier die deutsche
Gesellschaft einseitig falsch informiert. Sie wird in die Irre geführt.
Dies ist eine sehr wichtige Verantwortung.
Jetzt wird beobachtet, daß die Frage des armenischen
Völkermords an diese Karawane angeschlossen wird. Die deutsche Regierung
hat zwar den Völkermord nicht anerkannt, aber Stück für Stück wird eine
(öffentliche) Landschaft geschaffen, die öffentliche Meinung trainiert. Es
gibt keinen Zweifel darüber, dass bestimmte Leute darauf abzielen, den dem
Bundestag vorgelegten Entwurf zum Völkermord-Beschluss den Weg zu ebnen.
Und eine kritische Frage:
Hier die Falle
Wir haben in Mühlheim mit Schrecken gesehen, welche
Dimensionen gewissenlose Anschwärzungen erreichen können.
Das was Hitler den Juden angetan hat, haben die
Türken den Armeniern genauso angetan!
Genau in diese Richtung zielt das schon gestern an
dieser Stelle (in dieser Kolumne) angesprochene Spiel, das sich bis hin
zur „Armenien“-Forderungen erstreckt (gemeint sind territoriale
Ansprüche).
Wir hatten uns zwar an Taner Akçam gewöhnt (!)
aber ...
Diese niederträchtige/verräterische Behauptung bringt
auch noch ein weiterer türkisch-stämmiger Name vor (setzt auf die
Tagesordnung), der vor der Heirat und Übernahme des Familiennamens „Ahders“
(falsch geschrieben) in Hannover der türkischen Gesellschaft durch
seine sozialdemokratischen Lösungsvorschläge Hoffnung gab: Elçin Kürşat,
die neben ihrer Schönheit mit den grünen Augen Menschen zu denken
veranlaßte, sie sei klug, intelligent ... Sehr schade.
Und in Mühlheim wird eine Falle gestellt, gekrönt mit
dem Urteil „die türkische Republik ist die Fortsetzung der Osmanen“
(im Sinne einer völkerrechtlichen Verantwortung der Türkischen Republik
für das Geschehen im Osmanische Reich)
Also soll heißen, die heutige Türkei sei für den
Völkermord an den Armeniern verantwortlich.
Verrat an der Geschichte
Es muss eine Erklärung für eine solche Verzerrung der
Geschichte geben...
Beginnend mit dem osmanisch-russischen Krieg von 1877
bis 1878 rammten aufgehetzte fanatische Armenier der osmanischen Armee bei
jeder passenden Gelegenheit den Dolch in den Rücken.
1914 im osmanisch-russischen Krieg revoltierten die
durch den Westen aufgehetzten Armenier und ergriffen Partei zugunsten
Russlands.
Die mit russischen Gewehren bewaffneten (armenischen)
Männer verübten in den türkischen Dörfern, deren Männer an der Kriegsfront
waren, Massaker.
Hätte die Istanbuler Regierung nur zuschauen sollen?
Um das Schlachten (die Massaker) in der Region zu unterbinden und die
Rückfront der Armee zu sichern, ließ sie die Armenier (aus) wandern.
Wer ist der Verantwortliche für diese (Aus)
Wanderung?
Sicherlich die armenischen Banden, die der türkischen
Bevölkerung unvorstellbare Grausamkeiten zugefügt hatten.
Wenn jetzt all diese historischen Wahrheiten
übersehen werden, der von der türkischen Bevölkerung in Kars und Erzurum
erlebten Barbarei kein Gehör geschenkt wird, als ob unschuldige,
unbewaffnete Armenier grundlos von barbarischen Türken ermordet worden
wären...und wenn bestimmte Menschen in Deutschland sich dafür
instrumentalisieren lassen und Steigbügelhalter spielen (dem Vorschub
leisten)...
kann dieses als eine freundliche Initiative, eine
unschuldige Suche nach Dialog betrachtet werden?
Diejenigen, die der Geschichte einen Dolch in den
Rücken stoßen, während sie die Asche der Geschichte umrühren, verraten die
ganze Menschheit...
Mit dem Feuer ist nicht zu spielen...
Ihre Hände können verbrennen!
„Nach dem Bösen (der bösen
Tat)“ Ali Yakar
in der Kolumne Demokratie-Pult (Leiter: Hikmet Bil) (Leserbrief)
Übersetzung aus dem Türkischen
Hürriyet vom 01. April 2001
Am Ende der Debatte, die vom Leiter der Evangelischen
Akademie organisiert wurde und drei Tage gedauert hat, haben wir das Weiße
und Schwarze gesehen. Einer der interessantesten Aspekte der sogenannten
Armenien-Völkermordversammlung (Tagung) war, dass vielmehr „unsere“
Experten, als die Armenier, die sagten, dass sie den sogenannten
Völkermord erlitten, über die Türkei herfielen.
Dann gab es noch solche, die sich sonst nicht sehen
lassen, aber bei jeder Gelegenheit an solchen Versammlungen teilnehmen und
die Türkei anschwärzen.
Die Rednergruppe, die sich aus armenischen,
fremdstämmig amerikanischen (gemeint ist ethnisch nicht anglosächsisch),
jüdischen, deutschen und russischen Vertretern zusammensetzte, verteidigte
(die These), dass die Kemalisten keine Demokraten sein können und dass sie
wie die Osmanen rassistisch seien. Es wurde beobachtet, dass der
amerikanische Professor Howaland (Name falsch geschrieben!) nicht mehr die
vorherige strenge Linie/Haltung verfolgte.
Von den Rednern sagte Fikret Adanir: „Ich glaube
daran, dass die Türkei eindeutig kein Völkermord-Verbrechen an den
Armeniern beging. Es ist möglich, dass (solche) Fehler, sowie die Fehler
in Deutschland, die während der Regierungen zur Kaiserzeit begangen
wurden, durch die Personen, die in ihren Bezirken zu Gouverneuren ernannt
wurden, auch in der Türkei passiert sind. Sie übersehen mit Absicht die
getöteten anatolischen Frauen und Kinder und reden andauernd davon, dass
die Armenier ermordet wurden. Diese Haltung ist sehr falsch. Falls die
Türkei so geblieben wäre wie in der Zeit (Epoche) der Osmanen, hätte
Anatolien heute eine multikulturelle Situation und dies wäre nach meiner
Überzeugung gut“. Und somit verteidigte er, dass die Türkei im Recht
ist.
Prof. Halil Berktay, der später das Wort ergriff,
sagte: „Ich gratuliere Fikret Adanir zu seiner Rede. Türkei ist kein
Land, das diese unberechtigte Kritiken verdient. Wo waren die Armenier bis
heute. Kein einziger Armenier, der in der Türkei lebt, hat irgendein
Problem. Es wird beabsichtigt, die Ereignisse irrezuführen. Es wird
beabsichtigt, einen Fortschritt der Türkei zu blockieren.“
Frau Elçin Kürşat dagegen sagte folgendes: „Die
Türkei, die den Kurden keine Ruhe gibt, muss für den von ihr an den
Armeniern ausgeübten Mord Rechenschaft geben. Sie muss der
Weltöffentlichkeit gegenüber Rechenschaft für ihre am armenischen Volk
ausgeübte Barbarei abgeben. Sie muss den Armeniern den erforderlichen
Schadenersatz zahlen und die PKK anerkennen. Die Türkei muss die
Druckausübung auf die Minderheiten aufgeben und im Rahmen der
Demokratieregeln (ihnen) ihre Rechte geben“.
Die Rede von Taner Akçam war nicht weniger schlimm.
Taner Akçam sagte, „Das, was in der Türkei an dem armenischen
Volk ausgeübt wurde, war ein Völkermord, die Anzahl der Ermordeten ist
überhaupt nicht wichtig. Denn diese Massaker werden sowie an den Armeniern
auch an den Kurden und Alewiten ausgeübt. Türkei hat mit der Demokratie im
entferntesten nichts zu tun. Die jetzige Türkei unterscheidet sich von der
vergangenen osmanischen Zeit (Epoche) überhaupt nicht. In der osmanischen
Epoche verwirklichten solche Massaker die Organisation für Besondere
Angelegenheiten (Teskilat-i Mahsusa) und die von Enver, Cemal und Talat
Pawa’s geführte Partei für Einheit und Fortschritt. Derjenige, der an
seine Vergangenheit keine (kritischen) Fragen stellt, kann auch seine
Zukunft nicht wissen“. Und somit demonstrierte er noch einmal seine
Haltung gegenüber der Türkei.
Danach kam eine Person namens Kaan Soyak zum Pult. Er
begann seine Rede mit „Ich bin hierher gekommen, um außerhalb der
Politik zu reden und sagte: „In der Türkei, in Moskau und Brüssel haben
wir die türkisch-armenische Lobby-Vereinigung tätig werden lassen. Wir
haben diese Arbeit für Frieden initiiert. Die Türkei kann den Völkermord
an den Armeniern nicht leugnen. Wir wollten die Archiven in der Türkei
durchwühlen, um diesen Völkermord ans Tageslicht zu bringen. Wir konnten
bis heute keine Genehmigung erhalten“.
Dr. Spanik, der Fernostexperte der nationalen
Sicherheitsorganisation der deutschen Regierung, der sich im Saal als
Teilnehmer befand und dessen Namen als Dr. Spanik wir später erfuhren,
konnte sich nicht mehr gedulden und stand von seinem Platz auf, um das
Wort zu ergreifen. Er sagte: „Was Sie tun ist nicht berechtigt, Sie
können die Türkei nicht einseitig verurteilen. Der armenische Völkermord
fand nicht einseitig statt. Die ersten Unruhen begannen die Armenier durch
Gründung von Freikorps in Yozgat und Erzurum. Soviel Armenier starben wie
die Zahl der Gestorbenen auf der türkischen Seite. Obwohl die Türkei 1984
Armenien zum Dialog aufrief, lehnte Armenien dies ab. Und heute, nachdem
es unter dem Druck Russlands in die Klemme geraten (dazwischen gequetscht)
ist, sucht es die Lösung in europäischen Ländern. Wir lassen ein Nato-Land
Türkei nicht so leicht an Plünderer verfüttern. Die Türkei ist die
zuverlässigste Region im Nahen Osten. Außerdem hat es gar keinen Sinn, den
Türkisch-Armenischen-Dialog in Deutschland zu diskutieren. Die Regierungs-
und Oppositionsparteien in Deutschland haben beschlossen, die
Armenisch-Türkische-Debatte (oder Streitigkeit) auf gar keinen
Fall/endgültig nicht ins deutsche Parlament (Bundestag) einzubringen. Hier
leben drei Millionen türkisch-deutsche Bürger und sie erreichen eine viel
bessere Anpassung“.
Somit bewies Dr. Spanik, dass er ein Türkenfreund
ist. Infolge dieser Versammlung haben wir gesehen, dass unter uns noch
viele unserer sogenannten Experten sind, die sich für drei Kurusch
(Pfennig) vermarkten/verkaufen und dass diesen zu vertrauen auf gar keinen
Fall richtig ist.
Die türkischen Initiativgruppen haben durch die
Bilderausstellung der getöteten türkischen Diplomaten und Mahnwache es
geschafft die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Vielleicht haben sie der
armenischen Lobby die beste Antwort erteilt (gegeben). Wir hoffen, dass
die Mühlheim-Versammlung uns eine Lehre sein wird, und dass in der Zukunft
fanatische Armenier-Versammlungen, die in böser Absicht in Deutschland
initiiert werden sollen, verhindert werden.
„Ankara wird gesucht!“ von
Ertuğ Karakullukçu
Übersetzung aus dem Türkischen
Hürriyet 31. März 2001
Wie ist es möglich, das dreiundhalb (ein abwertende
Redewendung) Stohmänner/Handlanger der armenischen Lobby aus der Mitte
Deutschlands unsere Türkei mit solchen Beleidigungen begießen kann.
-
Türken vernichteten 1,5 Millionen Armenier im
Völkermord.
-
Türken stellten (oder konstituierten) mit dem
Völkermord an den Armeniern ein Vorbild für die Nazis dar.
-
Die türkische Republik ist die Nachfolgerin (die
Fortsetzung) der Osmanen. Die heutige Türkei trägt die Verantwortung für
den Völkermord.
-
Das, was den Kurden angetan wird, trägt die
Eigenschaft (die Züge) eines Völkermords.
-
Der Kemalismus hat nichts mit Menschenrechten zu
tun.
Während die türkischstämmige Elçin Kürşat
Schadenersatzzahlung der Türkei an die Armenier auf die Tagesordnung
brachte, verlangte sie (forderte auf), dass die Türkei die PKK anerkennt.
Sie bildete (zeigte auf) eine Parallelität zwischen den Kurden und den
Armeniern in Zusammenhang mit dem Völkermord. Taner Akçam gab die
Botschaft, „Wie an den Armenier wurde auch an den Kurden und Alewiten
Völkermord ausgeübt“... schaut mal diese Einträchtigkeit/den Verrat
an!
Wir wissen, dass dies Lügen sind. Aber die westliche
öffentliche Meinung? Viele Menschen, die mit dem Spruch
„Kurdenmassaker“ durch die Presse ausreichende Gehirnwäsche bekommen
haben, glauben leider daran. Selbstverständlich werden die Blicke auf die
Türken auf den europäischen Strassen davon außerordentlich beeinflusst.
Willkommen Rassismus!
Jeden Tag eine neue Anschwärzungskampagne... Die
Türkei wird von allen Seiten umlagert...Zwei neue Angriffe:
-
Armenien legt der Menschenrechtskommission der
Vereinten Nationen den von ihm selbst vorbereiteten Völkermord (-beschluß)-Entwurf
vor.
-
Griechische Seite von Zypern eröffnet eine
Ausstellung beim Europäischen Parlament...In der Ausstellung wird die
These behandelt, dass Nordzypern besetzt worden ist, und das kulturelle
Erbe barbarisch erloschen wird (vernichtet wird).
Wo sind sie denn?
Sollen wir denn nicht fragen:
Wo ist unser Ankara, wo sind unsere Vertreter, die
wir zur Verteidigung unserer nationalen Interessen gewählt, mit allen
verschiedenen Zuständigkeiten ausgerüstet und in ihre Taschen die Gehälter
gesteckt haben?
Wir erleben solche bitteren Tage...
Unsere Türkei ist leider zum Abgrund gesunken. Sie
kann eigene Probleme nicht meistern. Sie ertrinkt/erstickt. Sie hat Mühe
ihren Kopf umzudrehen. Wenn Sie sich ökonomisch in eine solchen Sackgasse
hingezogen haben (schleppen lassen haben), was und wie weit können Sie
etwas gegen Ihre Feinde tun?
Diejenigen, die Atatürks Türkei und unsere schöne
Republik in diese Lage gebracht haben, sollen sich schämen...Falls Scham
noch übriggeblieben ist! Sie sagen immer noch, „Können 15 Gesetze in 15
Tagen verabschiedet werden?“ Aber in dieser Zange diskutiert keiner
den Inhalt und die Folgen der von uns verlangten Gesetze. Unsere nationale
Existenz könnte unter Hypothek geraten ...Wer fragt?
Gelegenheitslauerer, die diesen Kranken-Mann-Zustand
(Anspieglung auf den „Kranken Mann am Bosporus“) unseres Landes – unser
Inneres zitiert – nutzen wollen, spinnen um uns herum tausend listige
Intrigen, höhlen gänzlich den Boden unter unseren Fußen aus.
Gott sei dank, dass es unsere im Ausland lebenden
Bürger gibt... Wir haben in der Stadt Mühlheim an der Ruhr gesehen: Sie
schaffen es, die Arena den Separatisten und der Armenientrompete nicht zu
überlassen. Wir werden zu „Derwischen“ (vmtl. Anspielung auf den
Finanzminister Derviş) und betteln uns drehend und wendend die USA und
Frankreich um Geld an; aber die einzige wahre Stütze sind wieder die
Devisen (fremde Währung) unserer treuen Leute... Sie sind die einzigen,
die für die Türkei Widerstand leisten und strampeln!
Erwache Ankara
Ankara soll den Ernst des gespielten Spiels möglichst
früh merken (wahrnehmen). „Wenn wir wie im Falle der PKK, die als „Zweiundhalb
Banditen“ geringer gewertet wurde (als sie ist), in einem
unachtsamen Zustand ertappten werden, wird es zu spät, befürchten wir und
letzte Reue nützt nichts. Der Kopf der Schlange soll zerquetscht werden,
während sie noch klein ist. Ankara soll für diese Arbeit
Sonderbeobachtungseinheiten schaffen. Auf jeden gelogenen Schritt der
gegnerischen Seite soll unbedingt reagiert werden.“
Alle diplomatischen Wege des Rügens und der
Verhinderung sollen genutzt werden. Auch die rechtlichen Sanktionen sollen
auf gar keinen Fall vernachlässigt werden.
Warum ziehen wir diejenigen, die die Türkische
Republik und unser Volk als „Völkermörder“ beleidigen, nicht vor
der Justiz zur Rechenschaft?
Und schließlich, sollte man auf allen Plattformen
ihnen mit konkreten Nachweisen/Dokumenten begegnen.
Gleichzeitig sollen wir uns den Problemen unserer
armenischen Brüder, die, wie in Mühlheim an der Ruhr, die Türkei in dieser
Frage herzlich unterstützen, zuwenden. Lasst uns mit dem Patriarch, der
sich gegen die Völkermord-Verleumdungen stellt, mit den Vertretern unserer
armenischen Bürger in der Türkei sprechen...Lasst uns ihre solchen
einfachen Probleme wie Immobilienrechte schnellst möglich lösen und den
Gelegenheitslauerern nicht umsonst Trümpfe geben. Dann werden sicherlich
auch unsere armenischstämmigen Bürger die Möglichkeit erhalten, die Türkei
herzlicher sich zu Eigen zu machen.
Alle unsere in diesem Lande lebenden Menschen sind
unsere Leute, und sie glücklich zu machen, ist die fundamentale Aufgabe
des Staates.
Keiner darf das Recht haben, Wasser auf die Mühle
der Gelegenheitslauerer zu gießen, diese sehr schweren Beleidigungen gegen
unser Land und Volk hinzunehmen.
Ankara, auch Du nicht!
Kolumne von Ertuğ
Karakullukçu
Übersetzung aus dem Türkischen
Hürriyet vom 27. März 2001
Halte (çüş), mein(e) Liebe(r)/Kamerad(in)
(çüş, halt! „der Ruf des Eseltreibers, der sein Tier zum Stehen bringen
will, Deutsch-Türkisches Wörterbuch, Karl Steuerwald, Otto Harrassowitz
Verlag).
Obige Überschrift –Verzeihung- hatte einer unserer
Kollegen für die Berichterstattung über die armenische Dialog-Tagung (!)
in der Schlagzeile der gestrigen Hürriyet vorgeschlagen. Schließlich
dachten wir, dass die Vornehmheit uns bleiben soll und begnügten uns in
der Berichterstattung mit „Einfach unglaublich“.
Das Wort Çüş (Halt: Aufruf für Esel) erschien
vor 20 Jahren in der Schlagzeile von Hürriyet durch ein Ereignis.
Es war vor dem 12. September (Putsch). Terroristen (heute manche von ihnen
nach dem kurdischen Separatismus auch noch in der armenischen Frage große
Demokraten, die den Boden unter unseren Füssen abgraben) hatten
Sprengstoff/Bombe an einen Pfeiler der Bosporusbrücke gelegt. Unser
Großbruder Nezih Demirkant, den wir vor einiger Zeit verloren
haben, war unser Gesamtausgabenleiter. Am Tag danach erschien Hürriyet
mit der Schlagzeile „Çüş! Sprengstoffanschlag an die Brücke“.
Ein Ereignis nach 20 Jahren erweckt bei den Menschen
die gleiche Çüş -Reaktion.
Leute sind ernsthaft in der Pose einer
„wissenschaftlichen“ Tagung...Evangelische Akademie, Teilnehmer mit
Professoren- und Doktoreigenschaft, etc.
Und natürlich, türkischstämmige
Handlanger/Strohmänner. Die Tagung war für die türkische Presse verboten,
aber die deutsche Presse großartig allgegenwärtig und präsent...
In unsere Augen guckend sagen die:
-
Die Anzahl der in armenischen Vorfällen
gestorbenen Türken sind soviel, wie die von den Juden getöteten
Deutschen. Während die Russen und die Armenier flüchteten, verbrannten
sie einige Dörfer...Mag sein, dass hier einige Türken starben.
Wirklich Çüş (Halt für Esel) hey Kamerad!
Ist es möglich, gegenüber einer solchen Verzerrung
(bzw. Irreführung) verständig und artig einen Dialog zu schaffen? Wie
wirst du deine Nerven zügeln, deinen Anstand und Benehmen schützen
(beibehalten)?
Die Zeit des Ersten Weltkriegs ... Türken, die Waffen
gebrauchen können, kämpfen mit dem Feind an der Front. In den Dörfern sind
Ältere, Frauen und Kinder zurückgeblieben...
Barbarisch armenische Banden/Freikorps überfallen,
die Stunde der Gelegenheit nutzend, jene schutzlose Dörfer, verbrennen
schutzlose Menschen in Massen, ermorden sie, um den Armenienstaat zu
gründen. In ganz Ostanatolien werden immer noch die Schmerzen dieser
Barbarei gespürt (erlebt). Aber in Mühlheim an der Ruhr tauchen eine
handvoll Verwirrte auf, zeigen eine Parallelität zwischen unseren in jenen
Ereignissen gestorbenen Leute und den deutschen Nazis auf. (Sie) sagen:
„Türken wurden Vorbild für Hitler“.
(Esel) Halt, (durch und durch Esel), (Esel) Halt
Kamerad(in)!
Dem, der diese wissenschaftliche Tagung nennt, Çüş
(Esel Halt)!
Auch dem, der dies Dialog nennt, Çüş (Halt Esel)!
Guck die Demokraten an
Auch Verzerrung und Lüge haben eine Grenze. In unsere
Augen guckend, werden geschichtliche Wahrheiten umgedreht.
Ein Team von Türkischstämmigen ist vom rechten Weg
abgekommen, sie dienen ungeniert als Handlanger dieses Ekels. Sie sind
„das Trojanische Pferd“, aus dessen Innerem Soldaten des Feindes
herauskommen (herauskamen).
Aber auch Manche, die sich als „Intellektuelle“
aufspielen, schonen diese (vor Kritik/Vorwurf). Sie nehmen die im Namen
des Dialogs die Türkei anschwärzenden Versammlungen unter ihren Schutz,
sie beschmücken jene verzerrte Botschaften und geben sie der Gesellschaft
als Urteile (Fetwa) in der Hoffnung des sogenannten Friedens ab.
Und natürlich werden wir zu Faschisten gemacht
(erklärt), zu Dialogfeinden gemacht, zu Provakateuren
erklärt, weil wir nur die Wahrheiten schreiben, uns diesem Massaker der
Geschichte entgegenstellen und ihre Ziele beeinträchtigen...
Ja, tatsächlich Çüş (Halt-Esel), hey Kamerad(in)!
Der Verrat an das Vaterland und an die Nation kann
nicht noch weiter reichen...
Wenn Du die Türkei zum Völkermörder machst,
die Opfer der armenischen Banden unverschämt mit den Nazis vergleichst,
wirst Du ein Demokrat...
Aber wenn wir sogar der Beleidigung der verstorbenen
Menschen entgegentreten, sind wir Faschist und Provokateur!
Der Name für Unverschämtheit ist bei denen
Intellektualität geworden...
Ja, Çüş (Esel Halt)... Nimm die Intellektualität
und lass Dir es sauer braten!
Die, die in die Augen des türkischen Menschen guckend
die Geschichte massakrieren, die die niederwertigste Lüge der Geschichte
hervorbringen, die die Quittung/Rechnung der gestrigen Schmerzen und
tausend Verzerrungen an die heutigen Menschen stellen, und somit
unternehmen, die türkische Republik zum Völkermörder zu erklären, und
schließlich die, die mit diesen verräterischen Fallen den Träumen eines
Armenienstaates nachlaufen und keine Bange haben, für jene perverse
Leidenschaft noch nach 85 Jahren Menschen aufeinander zu hetzen... Hier,
diese sind die wahren Provokateure.
Ereignisse ohne Grund
Historische Ereignisse können nur in Mitte ihrer
epochalen Bedingungen beurteilt werden... Mit warum und wie.
Armenier wurden deportiert... Wo ist der Grund, Kamerad(in)? Wo ist der
Aufstand der Armenier gegen die Osmanen? Wo sind die Übergriffe gegen
türkische Dörfer und der Dolchstoß in den Rücken der osmanischen Armee,
Arm in Arm mit den Russen und Franzosen? Kein einziges Wort! Wurden denn
die Menschen in Anatolien plötzlich irrsinnig, um auf die Armenierjagd zu
gehen?
Wann gingen diese, und in erster Linie ihre
türkischstämmigen Handlanger/Strohmänner, nach Anatolien, um die
Geschichte am Ort zu untersuchen?
Und warum bereiten Evangelische Akademien, Stiftungen
usw. kein einziges Mal Tagungen vor, um das Leiden der anatolischen
Bevölkerung darzustellen/aufzudecken, warum bereiten sie keine Basis dafür
vor, dass damit vernünftige Wissenschaftler der Türkei die Wahrheiten zum
Ausdruck bringen?
Weil das Urteil schon längst gefällt worden ist...
Der Name des armenischen Trompetenblasens (im Sinne
von Vertretung der armenischen Interessen), das Aufhetzen der westlichen
Öffentlichkeit gegen die Türkei durch Lügen und Verleitung ist
„wissenschaftliche Arbeit“ geworden!
Çüş (Esel, Halt!) hey Kamerad(in)! Pfui, hey Kamerad!
Kein Schatten werfen
Meine Herren, wir haben die Schmerzen der Geschichte
in die Geschichte begraben. Wir wollen heute mit unseren armenischen
Brüdern und unseren (anderen) Brüdern jeder Abstammung und jedes Glaubens
im Frieden zusammenleben!
Und Sie bedrohen den sozialen Frieden mit ihren Lügen
nicht nur in der Türkei sondern auch in Europa und Amerika. Nehmt Eure
bezahlten (vermieteten) und mit ASALA-Blut geschmierten Hände von uns weg.
„Was nennt man sonst
Vaterlandsverrat?“ von Ertuğ Karakullukçu
Übersetzung aus dem Türkischen
Hürriyet vom 29. März 2001
Die Beleidigungen der Türkei und der
türkischen Gesellschaft auf der sogenannten Dialog-Armenien-Tagung in
Mühlheim an der Ruhr in Deutschland sind nicht der Art, die man
runterschlucken kann.
Auf der Tagung (in der Versammlung), auf der solche
türkischstämmigen wie Taner Akçam und Elçin Kürşat-Ahlers
als Bauern (kleinste Figur im Schachspiel, Metapher für Handlanger), als
das „trojanische Pferd“ benutzt wurden, wurden mit einer
unglaublichen Ungehörigkeit/Flegelei unfassbare Verzerrungen
ausgestellt. Man muss dies ohne überdrüssig zu werden immer wieder
hervorheben... damit die Arena solchen ekelhaften Spielen (Intrigen) nicht
überlassen wird. Die, die sich selbst nicht gewahr sind, haben nach ihren
Meinungen (Gedanken) nicht nur die Türkei und die türkische Gesellschaft
zum „Völkermord-Schuldigen“ deklariert, obendrauf griffen sie
Speichel, Schleim (fließend) und Haß kotzend den Gründer der Türkischen
Republik Mustafa Kemal Atatürk an.
Guck mal an, was für eine törichte Handlung die
Person Namens Prof. Dr. Otto Luchterhand beging (anstellte):
-
„Die türkische Republik ist die Fortsetzung
(völkerrechtliches Erbe) der Osmanen. An den Armeniern wurde Völkermord
ausgeübt, und die Türkei ist verantwortlich. Das was den Kurden angetan
wird, trägt die Eigenschaft (Züge) eines Völkermords. Der Kemalismus (Atatürkisches
Gedankengut) hat nichts mit Demokratie und Menschenrechten zu tun“.
Menschen/Männer, diese Legionäre in der Pose eines
Wissenschaftlers, haben mit einer Fixierung auf die türkische Republik den
Verstand verloren.
Erinnern Sie sich an die Schriften von Wolfgang
Koydl, ein Favorit der Bande der Türkeigegner, ehemaliger Istanbul-
und jetzige Washington-Korrespondent der Süddeutschen Zeitung. Als ein
ganzer (vollständiger) Feind der Türkischen Republik und von Atatürk war
jede Zeile von ihm gelenkt/gesteuert und als ein Bestandteil des
unheilvollen/ominösen Plans gleichgesteuert mit den Lobbys, die den Boden
unter (den Füßen) der Türkei abgraben/aushöhlen.
Als er hervorbrachte, dass der Kemalismus ein
grausames Regime sei, die Türkische Republik in den 2000er Jahren
untergehen würde, die Kurden geschlachtet würden, die Armenier dem
Völkermord zum Opfer gefallen seien, übte er nur die Bauern-Rolle
(kleinste Figur im Schachspiel, Metapher für Handlanger) des eigentlichen
großen Plans aus. Diejenigen hinter dem Vorhang (die Verstohlenen) ließen
ihn zuerst schreiben, um die öffentliche Meinung zu gestalten, danach
gingen sie aus verschiedenen Richtungen an diese schiefen (verzerrten)
Thesen heran.
Die Mütze ist gefallen
Heute ist das Intrigenspiel ganz offen zu sehen...
Die mit Dialog-Schwindel in Mühlheim an der
Ruhr angezettelte Intrige, stellte die gegen die Türkei geschmiedeten
Ränke zur Schau.
Es wird beabsichtigt, die Türkei in der Welt als
ein Armenierschlachter, der den Nazis zum Vorbild wurde, bekannt zu
machen. Nachdem diese Lüge somit von der Welt genehmigt anerkannt
wird, wird dann gesagt:
Nun los ... sowie Ihr für die Nazi-Opfer den Staat
Israel gegründet habt, gründet auch für die Türkei-Opfer, die Armenier, in
Ostanatolien den Armenienstaat.
So ist das Intrigenspiel....
Dadurch, dass solche „Türkisch(!)stämmigen“ (Zeichen
für streitig machen) Namen wie Taner Akçam, Elçin Kürşat-Ahlers in
den Hauptrollen dieses Intrigenspiels spielen gelassen worden sind, wird
der Welt die Botschaft gegeben „Guck doch, was selbst die
ehrenhaften(!) Türken sagen“...
... Und manche Intellektuellen (abwertende Abkürzung
entel gewählt anstatt entellektuel) applaudieren noch diese Intrige als
„Dialog-Demokratie-Frieden“.
Haben Sie je einen IRA-unterstützenden englischen
Intellektuellen gesehen?
Im Gottes Namen, sollen wir jetzt nicht fragen:
Aber natürlich gibt es für sie kein Problem... Denn
sie sehen die Türkei sowieso nicht als „Vaterland“ an!
Kranke Gehirne
Unsere Ohren sausen, unsere Gehirne klopfen
(pulsieren) heftig, die giftsteuernden Worte von (verehrte) Frau Kürşat
verbrennen unsere Herzen:
„Das, was die Nazis den Juden angetan haben, wurde
auch den Armeniern in Anatolien genauso angetan“.
Wie kann ein Mensch, auch noch ein türkischstämmiger,
dieses sagen?
D.h. in Anatolien wurde bei den Armeniern der
Endlösungs-plan angewendet...
D.h. zuerst wurden Konzentrationslager vom
Auschwitz-Typus wurden zuerst in Anatolien für die Armenier gegründet.
D.h., in diesen Lagern wurden die Armenier als Gruppe in Gaskammern
geschickt... Von ihrer Haut Lampenschirme und von ihrem (Körper)Fett,
Seifen hergestellt, nicht wahr?
Wir sind mit einem unerhörten (bisher nicht
gesehenen) Wahnsinn, mit einer unfassbaren Irreführung (oder Verrücktheit)
konfrontiert.
Diejenigen Verwirrten, die die Welt mit diesen
Lügen zu betören/verleiten versuchen, begehen offiziell das Verbrechen
gegen die Menschlichkeit.
Wie kann jemand und wer kann berechtigt sein, die
türkische Gesellschaft soviel Barbarei zu bezichtigen einen Völkermord
verwirklicht zu haben, der den Nazis als Beispiel gedient hat.
Können diese geehrten/verehrten Persönlichkeiten, die
große Töne über Menschenrechte, Demokratie reden, nicht begreifen, was es
heißt, eine riesengroße Gesellschaft zum „Völkermord-Schuldigen“ zu
erklären?
Damit ein Völkermord stattfindet, muss zuerst dort
Rassismus vorhanden sein. Das Nazi-Regime war rassistisch und der
Völkermord passte (war im Einklang mit) zum Wesen dieses Regimes.
Aber (indessen) gab es in Anatolien nie Rassismus,
ohnehin lehnten die Osmanen den Rassismus als Staatsideologie ab, und die
Armenier waren privilegierte, auf Händen getragene Menschen jener
Gesellschaft.
Dann was für ein Rassismus, ach Du
Leichtsinnige/Armselige?
Den Gipfel des Rassismus betreiben in unserer Zeit
diese Türkei-Feinde, Betrüger gegen die Türkei. Sie sollten bei jeder
Gelegenheit getadelt werden.
Kolumne „Verletzte Psychen,
beschädigtes Bewusstsein“ von Özdemir Ince
Übersetzung aus dem Türkischen
Hürriyet vom 13. April 2001
Verletzte Psychen, beschädigtes Bewusstsein
Ich bin nicht wirklich neugierig darauf, wie Dr.
Taner Akçam und Dr. Elçin Kürşat, die sich in Solidarität mit der
armenischen Sache befinden, die Wissenschaftler-Qualität von Baron
(in der armenischen Sprache „Herr“) Hovanissian, des fanatischen
armenischen Militanten und vielleicht sogar Anhängers von ASALA bewerten.
Denn in der vierten Kolumne dieser, meiner
Schriftenreihe mit dem Titel „Nationalität des Wissenschaftlers“
(09. April, Montag) hatte ich über Qualitätsstandards eines wahren
Wissenschaftlers geschrieben. Frommer Baron Hovanissian kann mit diesem
Kopf nicht einmal der Pförtner einer Wissenschaftsstätte werden.
Nun kommen wir zu Dr. Taner Akçam! Auch Dr.
Akçam soll die gleiche Schrift sorgfältig lesen! Er soll über die
Bedeutung von insbesondere in jener meiner Schrift mit
Betonung/Hervorhebung gebrauchten französischen Wörtern wie
„Fraternisierung“ „Frustation“ und „Trauma“ tief
nachdenken. Ethnische Abstammung des Menschen ist sein natürlicher Status.
Weder ist die ethnische Abstammung ein Geschenk, noch darf sie Gegenstand
irgend einer psychischen und mentalen Frustration oder eines
Traumas werden. Aufrichtige und ehrenhafte Menschen schieben den Ort
ihrer Verletzungen/Kränkungen nicht, sie benutzen diese in anderen
Angelegenheiten nicht und leiten sie anderen nicht.
Es wird durch die Reden von Dr. Akçam verstehbar,
dass er aus seiner revolutionären Vergangenheit (oder Vergangenheit
als Revolutionär) Unterdrückungen und große Erschütterungen mit sich trägt
und diese sakralisiert. Obendrein hat er diese Unterdrückungen und
Erschütterungen zu seinem Führer gemacht.
Dies zeigt, dass er kein wahrer Wissenschaftler
werden kann. Er bestätigt die Annahme, dass ein Mensch, der seine Psyche
und sein Gehirn von Niederlagen der „revolutionären Vergangenheit“
nicht bereinigen konnte, kein unparteiischer Wissenschaftler werden kann.
Aber er kann sein persönliches Drama in einen Roman umwandeln. Anstatt so
zu werden wie Baron Hovanissian, könnte er (Akçam) die
oppositionelle Persönlichkeit von Prof. Dr. Halil Berktay, der die
Wege durchlaufen hat, die er (Akçam) nicht fertig bringen konnte, zum
Vorbild nehmen.
Ich weiß nicht, von was Doktor Dr. Elçin
Kürşat-Ahlers ist, die in der Auslegung (Deutung) des Völkermord-Begriffs
die fanatischen, zugunsten der Armenier parteiischen Ansichten wie ein
Papagei wiederholte. Ich weiß auch nicht, ob es in ihrer Vergangenheit
Verletzungen, Erschütterungen gibt, für die sie sich rächen will. Aber ich
bin sicher, dass sie nicht wie eine Wissenschaftlerin redete. In
Anbetracht ihrer Aussage, „Das was die Nazis den Juden angetan haben,
wurde auch den Armeniern genauso angetan“, ist zu verstehen, dass ihr
das wahre Wissen über die beiden Geschehnisse (Ereignisse) versagt bleibt
(oder: sie hat Mangel am wahren Wissen über die beiden Ereignisse). Oder
sie verfolgt das Ziel einer bewussten Verzerrung/Irreführung. Um
die wissenschaftliche Freiheit frei zu benutzen, muss man ein freies
Bewusstsein (oder Verstand) und freies „Wissen“ haben.
Da sie mit dem Spruch „die Türkei kann davor nicht
fliehen“ die Rolle eines Richters übernahm, werde ich ihr als
Widerspruchsbeleg ein Buch empfehlen. Der Autor des Buches: Prof. Justin
Mc Carthy, der Titel des Buches: „Tod und Deportation“ (Inkilap Verlag),
der ursprüngliche Titel des Buches: „Death and Exile – The ethnic
cleansing of Ottoman muslims, 1821-1922, Princeton/New Jersey, 1995 Darwin
Press, Inc.)
Ich möchte hoffen, dass auch Frau Ahlers nicht wie
Baron Hovanission „Ich brauch nicht zu diskutieren. Der Völkermord ist
für mich gewiss (oder bestimmt)“ sagt und das Buch geduldig bis zum
Ende liest. Vielleicht hat Frau Ahlers schon (bis jetzt) das Buch gelesen
und sagt trotzdem (oder dem entgegen) „die Türkei kann davon nicht
fliehen“. Dann machen wir von unserer Freiheit Gebrauch, Frau Ahlers,
die so fanatisch redet, neben Baron Hovanissian zu setzen.
In der Ansicht, dass Sie neugierig über Prof. Justin
Mc Carthy sein könnten, werde ich aus seinem in der Hürriyet Zeitung vom
21. März 2001 abgedruckten Gespräch zitieren: „Ja, ich finde alle
Historiker, die den Völkermord (im Sinne von Völkermord-These)
verteidigen, unlogisch. Denn wenn Sie die Ausübung eines Völkermords
planen, beabsichtigen Sie die Tötung aller Menschen einer Gruppe. Die
osmanische Regierung griff die in Istanbul, Ankara, Izmir und Edirne (Adrianopol)
ansässigen Armenier nicht an, (sie) störte sie nicht mal. Wir beobachten
in Istanbul die Verhaftung nur einiger armenischer Intellektuellen,
Prominente armenischer Organisationen. Hitler liquidierte alle Juden in
Berlin. Der zweite wichtige Aspekt ist, dass viele der nach Syrien zur (Aus)wanderung
gezwungenen Armenier am Leben blieben. Auch die armenischen Historiker
sagen dies. Doch war alles unter der Kontrolle der Osmanen. Wenn sie es
gewollt hätten, hätten sie während der Wanderung töten können. Sie haben
die Menschen, die sie hätten mit Leichtigkeit beseitigen können, nicht
getötet. Ich verstehe nicht, wie in dieser Situation von einem Völkermord
gesprochen werden kann. Wir wissen, dass in Syrien die zur (Aus)wanderung
erzwungenen Armenier durch Cemal Paşa ernährt wurden. Die Nahrung der
Soldaten haben sie ihnen gegeben“.
Die Republik erzog uns fern von Hassgefühlen gegen
andere Völker und Nationen. Daher hegen (haben) wir freundschaftliche
Gefühle gegenüber den Armeniern. Aber wir geben den historischen
Wahrheiten zuwiderlaufenden Trugschlüssen von Armenier-Völkermord
nicht nach und entschuldigen uns vor niemandem, indem wir einige
Spitzfindigen befolgen. Wir haben gelernt, die Schmerzen der Vergangenheit
vergessend zu leben. Ich empfehle fanatischen Armeniern dasselbe.
Ich möchte annehmen, dass das armenische Volk im Grunde uns ähnelt.
Mit dieser Schrift endet die Reihe mit sechs
Abschnitten. Ich danke dem Genfer armenischen Militanten, der mir einen
hasserfüllten, niveaulosen Brief schrieb und meine verstorbene Mutter
verfluchte, dafür, dass er mich zur Verfassung dieser Schriften
inspirierte.
Kolumne „Dialogspiel“ von
Ertuğ Karakullukçu
Übersetzung aus dem Türkischen
Hürriyet vom 28. März 2001
Intrigenspiel
Die gegen die Türkei gerichteten Behauptungen über
den sogenannten Völkermord an den Armeniern erreichten Dimensionen, die
die Grenzen jeder Art von Billigkeit und Toleranz forcieren/bedrängen.
Haben wir es nicht in Mühlheim an der Ruhr
deutlich/klar gesehen?
„Dialog“ usw. ist die Verpackung der Sache...
Die Leute, in der Pose/Stellung einer „unparteiischen Versammlung“,
machen aus einigen gutwilligen und gemäßigten Namen, die sie aus der
Türkei eingeladen haben, Vorspeise (im Sinne von: als Futter
benutzen/instrumentalisieren) und handeln nach eigenem Kopf.
Welcher Dialog? Sie haben das Urteil schon längst
gefällt:
-
Türken übten an den Armeniern Völkermord aus.
1,5 Millionen Armenier wurden geschlachtet (getötet). Die Anzahl der in
den Ereignissen gestorbenen Türken beträgt etwa einige Hunderte oder
einige Tausende. Soviel wie von Juden getötete Deutsche.
-
Türken waren mit ihrem Völkermord ein Vorbild für
die Nazis, sie haben Hitler inspiriert.
-
Die heutige Türkei ist die Fortsetzung der
Osmanen und ist verantwortlich für den Völkermord.
Das Urteil der Leute ist endgültig und unstrittig.
Sie dulden selbst eine solche Annährung wie „es fanden Massaker statt,
aber diese können nicht als Völkermord bezeichnet werden“ nicht. Dann,
ja, Dialog worüber, mein Lieber?
Wir sagen offen:
Diese Art von Fallen als gutwillige Dialogsuche
aufzuzeigen; wenn dies kein Hintergedanke war, sondern Leichtgläubigkeit
ist, dann bedeutet dies nur und nur zum Instrument einer
schrecklichen/entsetzlichen Ruchlosigkeit zu werden.
Man wird schmeichelnd benutzt.
Dieselben Geehrten
Und geben Sie Acht, wer, welche unserer
Intellektuellen gestern mit den Sprüchen »Kurdenfrage, um
Gotteswillen politische Lösung!« die PKK-Thesen im Namen des
Friedens unterstützten, die sind jetzt auch die gleichen hochgeschätzten
Persönlichkeiten, die in dieser Armenienfrage versuchen (unternehmen) mit
Dialog-Intrige unserem Volk die armenischen Bonbons in Glanzverpackung
anzudrehen
Läuft auf das gleiche hinaus:
Die Absicht ist, dass an den Tisch gesetzt wird...
Die Absicht ist, dass verhandelt wird!
Ja, aber mein schöner Bruder, Verhandlung worüber?
Wie sind diese herunterzuschlucken?
Gestern hatten wir ja ganz verlegen „Çüş (Esel
Halt!) doch mein(e) Liebe(r)/Kamerad(in)“ gesagt. (Im
Türkisch-Deutschen Wörterbuch heißt Çüş „der Ruf des Eseltreibers, der
sein Tier zum Stehen bringen will, Karl Steuerwald, Otto Harrassowitz
Verlag).
Wenn wir überlegen... befürchten wir, dass selbst
dieses viel zu mild ist... Wir finden keine Worte; entschuldigen Sie,
bitte verzeihen Sie, wir schreiben mit errötetem Gesicht, vielleicht
kann man so etwas wie O-Ha (Haltbefehl für
einen Ochsen in Ost- und Südostanatolien) sagen!
Lasst den Glanz, die äußere Aufmachung, in der
Redewendung des Bürgers (volkstümlich) „den Nackenzuschnitt“ (beim
Haarschnitt, im Sinne von Detail), lasst zum Kern kommen.
Auf welcher Basis und wie können Sie mit Menschen ein
Dialog erreichen, die diese Sprüche/Worte vertreten und wohin kann dies
führen: Wohin können sie kommen?
-
Dass, was die Nazis in Deutschland den Juden
angetan haben, wurde auch den Armeniern in Anatolien genauso angetan.
Der Staat hat planvoll einen Völkermord ausgeübt. Sie haben unter dem
Namen Reinigung den Völkermord verwirklicht/vollbracht. Überall haben
sie die Armenier zur Auswanderung gezwungen. Die Türkei kann nicht davor
fliehen.
Diese Worte/Sprüche werden sogar von einem
türkischstämmigen, der in Mühlheim an der Ruhr sagte „ich wurde in der
Türkei eingesperrt (ins Gefängnis geworfen), weil ich sagte, ich bin ein
Kurde“, und der sich somit die Gelegenheit, mit Schmutz zu bewerfen
(zu verleumden) nicht entgehen ließ, und seine Zugehörigkeit zu
Hauptideologen (zur Denkergruppe, Gehirngruppe) der Terror-Organisation
Dev-Yol verschwieg, Flüchtling aus dem Ankara-Ulucan Gefängnis,
Taner Akqam und Elçin Kürşat Ahlers, die die Mitgliedschaft
derselben Organisation in Deutschland (mit ihm) teilt, gesagt...Und
selbstverständlich haben beide aufgrund ihrer „erfolgreichen“
Leistungen/Arbeiten den „Doktor“-Titel in Deutschland erworben.
Das, was die Nazis den Juden angetan haben, sollen
die Türken auch genauso den Armeniern angetan haben...
Nazis verbrannten in Öfen...
Nazis stellten aus den Häuten der Juden
Lampenschirme und aus ihren Fetten Seife her...
Das heißt.... auch in Anatolien .... Wirklich,
O-Ha! (Haltbefehl für einen Ochsen in Ost- und Südostanatolien)
Unterschied der Intellektuellen
(anstatt des vollen Wortes die abwertende
Abkürzungsform „Entel“)
Kann ein Bürger der Türkischen Republik seine Ruhe
bewahren, obwohl er solche Sprüche hört, liest?
Kann er einen solchen Dialog(!) mit innerem Frieden
(Herzensfrieden) verteidigen.
Haben denn auch unsere armenisch stämmigen
Geschwister, die Zeugen von dem Narrengeschwätz und den Angriffen auf der
Tagung in Mühlheim an der Ruhr geworden sind, sich nicht empört: „Wir
wollen in der Türkei brüderlich zusammenleben ... Lasst uns in Ruhe“.
Schreit denn nicht sogar der armenische Patriarch in Istanbul „Rollt
die Geschichte nicht auf ... Ihr legt Sprengstoff auf
Freundschaftsgefühle?“
Aber wenn unsere manchen Intellektuellen noch solche
Dialoge(!) in großer Gütigkeit/Zärtlichkeit und Toleranz verteidigen
können .... Du, Lieber Leser, was können wir sagen?
„Toleriere das Geschöpf, wegen des Schöpfers!“
So kann es nicht weitergehen.
Aber das ist auch wahr, das es so nicht weitergehen
kann, Nein. Unter dem Etikett „Dialog“ darf nicht auf die
(Vernichtung der) territorialen Integrität der Türkei gezielt werden, das
türkische Volk beleidigt werden, keine Zwietracht zwischen unseren Leuten
unterschiedlicher Abstammung grundlos und ohne Anlass gesät werden, kein
Boden (keine Basis) für die ASALA-Morde dadurch geschaffen (vorbereitet)
werden, dass die rachsüchtigen Thesen der armenischen Lobby als berechtigt
dargestellt werden. In Mühlheim an der Ruhr fiel die Mütze und die Glatze
trat in Erscheinung (ein Sprichwort, das bedeutet „Wahrheit unverhüllt
zutage trat“). Hey Du! Intellektuelle! (in abgewerteter Form „entel“
für Intellektuelle), der/die mit Demokratie–Schwindel die Trompete der PKK
bläst (im Sinne von: ihre Interessen vertritt) und der darauf stolz ist,
der Handlanger/Strohmann der armenischen Lobby zu sein, Intellektuelle im
Quadrat (in Assoziation mit „Esel im Quadrat“: ewek oğlu
ewek/ entel oğlu entel, (durch und durch Esel/
durch und durch „entel“, s.o.).
Unser Volk weiß alles, kennt jeden. Bis zu seiner
Leber (d.h. bis in sein Innerstes).
Titelschlagzeile: Sabotage
an Freundschaft
Hürriyet vom 24. März 2001
Nach der kurdischen Intrige bringt jetzt die
armenische Verschwörung Spannung in die Atmosphäre in Deutschland, macht
die Türken zur Zielscheibe.
„Dialog“ und das Intrigenspiel
Die Türken starteten vor der evangelischen Akademie,
in der die armenische Dialog-Tagung unter dem Namen „die schwere Last der
Geschichte“ veranstaltet wird, bis zum Ende der Tagung eine Trauer- und
Mahnwache, die zwei Tage dauern wird. Solchen Unternehmungen wird nicht
mehr untätig zugesehen.
Vergesst ASALA nicht, verzerrt die
Geschichte nicht
In der Trauer- und Mahnwache, die gestern Abend
zusammen mit der armenischen Dialog-Tagung anfing, befinden sich die Fotos
von unseren von ASALA ermordeten 34 Diplomaten und 34 schwarze Kränze. Die
in der Ulucami Moschee eröffnete Ausstellung der Barbarei wird bis zum 02.
April geöffnet bleiben.
Deutsche Institutionen sollen nicht Steigbügelhalter
spielen (keinen Vorschub leisten)
Unsere Bürger und die sich am Protest beteiligenden
Mitglieder der Deutsch-Türkischen Initiativgruppe führten an, dass es
keine einseitige wissenschaftliche Tagung geben kann (sein kann). Unsere
Bürger sagten, „deutsche Institutionen sollen für solche Unternehmungen
keinen Steigbügelhalter spielen (solchen Unternehmungen keinen Vorschub
leisten), der soziale Friede wird verletzt (beschädigt).
Reaktion auf die böse (teuflische)
Tagung/Versammlung
Die Mitglieder der Deutsch-Türkischen Initiativgruppe
zeigten eine große Reaktion auf die sogenannte Dialog-Tagung, die gestern
in der Evangelischen Akademie anfing, und sagten: „Wir werden ab jetzt
(danach) nicht mehr stumm/still bleiben. Sie werden uns ihnen gegenüber
(als Gegner) finden.
Die Reaktion unserer Bürger auf das
Armenisch-Türkisches Dialog-Symposium, das gestern in Deutschland in der
Evangelischen Akademie Mühlheim an der Ruhr anfing und an dem der
sogenannte Völkermord an den Armeniern diskutiert wird, setzt sich
zunehmend/steigend fort. Als die Tagung unter dem Namen „Schwere Last der
Geschichte“ gestern Abend anfing, starteten unsere Bürger der Region die
„Mahnwache“ vor der Akademie.
Unsere Bürger, die in den frühen Morgenstunden kamen,
um sogenannte Völkermord-Behauptungen zu verurteilen, versammelten sich in
der Ulucami-Moschee. Zwischenzeitlich wurden Plakate mit zwei
Kinderbildern mit den Namenschriften Ali und Agop auf den Strassen der
Stadt ausgehängt.
Unsere Bürger sagten „deutsche Institutionen sollen
keinen Steigbügelhalter spielen“. „Solche hinterhältigen, an die
Anschwärzung der Türkei ausgerichteten Unternehmungen beunruhigen uns. Sie
lassen uns eine angespannte Atmosphäre erleben. Nach dem Kurdenproblem
legen sie (jetzt) diese Schwierigkeit in den Weg (verursachen diese
Plage). Schließlich machen solche Sachen uns zur Zielscheibe in der
Gesellschaft und nützen den Rassisten. Das wollen wir nicht“.
Ausstellung eröffnet
In der Ulucami-Moschee wurde eine Ausstellung
eröffnet, die sich aus den Fotos von unseren durch ASALA ermordeten
Diplomaten und von Massengräbern unserer von den Armeniern ermordeten
Märtyrer zusammensetzt. Es wurde bekannt gegeben, dass die in der
Ulucami-Moschee im Stadtviertel Styrum in Mühlheim an der Ruhr eröffnete
Ausstellung, in der sich insgesamt 51 Bilder befinden, bis zum 02. April
geöffnet bleibt.
In der Rede hier gab Tahsin Kandemir der
Deutsch-Türkischen Initiativgruppe an, dass die in der Akademie
veranstaltete Tagung einseitig sei, dass, obwohl viele unserer Bürger
nachgefragt haben, um an der Tagung teilzunehmen, ihr Gesuch mit der
Begründung <kein Platz> abgewiesen wurde und sagte (Tahsin Kandemir),
„diese können Gegenansichten und Wahrheiten nicht ertragen/dulden.
Deswegen haben sie unseren Anblick/unsere Anwesenheit unter sich nicht
akzeptieren können. Was für eine wissenschaftliche Tagung ist das? Kann
mit Personen, die die gleiche Ansicht vertreten und unterstützen, eine
wissenschaftliche Tagung stattfinden?
Danach veranstaltete eine etwa hundert Personen
starke Gruppe vor dem Gebäude der Evangelischen Akademie, wo die Tagung
stattfand, eine stumme Protestdemonstration. Die Mitglieder der
Deutsch-Türkischen Initiativgruppe stellte sich vor das Gebäude, in dem
die Tagung stattfand, mit Fotos unserer von ASALA Terror-Organisation als
Märtyrer ermordeten 34 Diplomaten und 34 schwarzen Kränzen und hielten
Trauer- und Mahnwache.
Es wurde erklärt, dass die Trauerwache zwei Tage
dauern wird. Der Sprecher der Deutsch-Türkischen Initiative, Dr. Mehmet
Kutlu, rügte scharf die Haltung der Akademie in der Presseerklärung, die
er vor dem Gebäude der Evangelische Akademie verlas. Dr. Kutlu stellt
fest, dass die Mitglieder der Deutsch-Türkischen Initiative zur Tagung
nicht zugelassen wurden und sagte: „wir rügen heftig (protestieren heftig
dagegen), dass in einer Angelegenheit, die die Türken sehr stark
interessiert, die Türken zur Versammlung/Tagung nicht zugelassen wurden.
Wir werden ab jetzt solche Tagungen/Veranstaltungen mit Aufmerksamkeit
verfolgen. Unsere Reaktionen werden wir im Rahmen der Gesetze zeigen“.
Die Mitglieder der Deutsch-Türkischen Initiative, die
sagten, dass sie keine falsche Propaganda gegen die Türkei und das
türkische Volk erlauben werden, sprachen so: „Ab jetzt werden wir nicht
mehr stumm bleiben. Solche Unternehmer/Akteure mit böser Absicht
beschädigen hier den sozialen Frieden. Sie werden uns gegen sich
(gegenüber) finden.
Unsere Bürger zeigten ein großes Interesse für die
Massaker-Ausstellung, die für die von den Armeniern ermordeten Märtyrer in
der Ulucami-Moschee eröffnet wurde. Die Eröffnung der Ausstellung begann
mit dem ehrenden Gedenken für unsere Märtyrer.
Titelschlagzeile:
Dialog-Falle
Übersetzung aus dem Türkischen
Hürriyet vom 22.März 2001 Schlagzeile auf Seite 1 und Seite 20
Auf die Unterstützung der armenischen Thesen durch
die in Deutschland unter dem Schein eine armenisch-türkischen Dialogs
organisierten Tagung wird abgezielt.
Taner Akçam, der als ein Türkischstämmiger für die
armenischen Thesen als Stütze dargestellt wird, wird die Türkei seiner
Ansicht nach zum „Geständnis“(!) zwingen.
Türken in der Region unruhig
Die Tagung über den sogenannten Völkermord, die von
der Evangelischen Akademie, der Deutsch-Armenischen Gesellschaft und der
Deutsch-Türkischen Vereinigung zum geistes- und sozialwissenschaftlichen
Austausch organisiert wurde, beunruhigte die Türken. TRT (Abkürzung für
den staatlichen Radio und Fernsehsender in der Türkei) erhielt keine
Erlaubnis, die Tagung zu verfolgen. Die Teilnehmer werden herausgesiebt
(herausgefiltert).
Auch ihr Name ist merkwürdig: „Die schwere Last der
Geschichte“
Selbst der Name (Titel) der sogenannten
Dialog-Versammlung in der Stadt Mühlheim reicht schon aus, um das
wirkliche Ziel aufzudecken. Ihr Name „die schwere Last der Geschichte“,
wirft schon anfangs das Urteil vor, als ob es in der Geschichte der Türken
eine beschämende schwere Last gäbe. Die Tagung wird morgen anfangen und am
Sonntag enden.
Schlau (in der) Verteilung der Themen
Um sich einen unparteiischen Schein zu geben, wurden
auch aus der Türkei Teilnehmer eingeladen. Aber für Prof. Dr. Halil
Berktay und Prof. Dr. Ayhan Aktar wurden solche Themen wie „Entwicklungen
unter den Osmanen“ oder „Minderheitenpolitik nach den Ereignissen“
reserviert, in denen die Türkei nicht verteidigt werden kann.
Unterstützer der armenischen These in der Mehrheit
Es ist zu beobachten, dass diejenigen Referenten, die
die armenischen Thesen unterstützen werden, in der Mehrzahl sind. Taner
Akqam wurde das Thema „Warum schweigt die Türkei?“, und dem Prof. der
Ruhr-Universität, Fikret Adanir, „Vertreibung, Massaker, Vergewaltigung“
(der Titel stimmt nicht) vergeben.
Teuflische Versammlung/Tagung in Deutschland
An der am Wochenende in der Stadt Mühlheim an der
Ruhr in Deutschland stattzufindenden, sogenannten „Armenisch-Türkischen-Dialog“-Tagung
wird der sogenannte „Völkermord“ behandelt.
Auf dem Symposium, das gemeinsam von der
Deutsch-Armenischen-Gesellschaft, Deutsch-Türkischen Vereinigung für
Geistes- und Sozialwissenschaftlichen Austausch und der Evangelischen
Akademie in Deutschland organisiert wurde, wird „der sogenannte
Völkermord“, der nach Behauptungen an den Armeniern ausgeübt wurde,
behandelt. Zu dem Symposium namens „Die Schwere Last der Geschichte – der
Versuch eines armenisch-türkischen Dialogs“, das morgen in der Stadt
Mühlheim an der Ruhr anfangen und am Sonntag enden wird, wurden eine große
Zahl von Wissenschaftlern und Vereinsvertretern eingeladen. Es wurde
angeführt, dass, ausgehend vom sogenannten „Dialog“ dieser Konferenz, die
Beziehung zwischen der Türkei und Armenien behandelt wird. Aber im
Programm des Symposiums wird behauptet, dass die Krise zwischen den beiden
Ländern auf die traumatische Geschichte, die in der letzten Epoche des
Osmanischen Reichs mit der Vertreibung der Armenier anfing und mit ihrer
Vernichtung endete und bis heute nicht behandelt wurde, zurückzuführen
ist.
Angebliche Gleichheit
Bei dieser Aktivität, die vielmehr als ein
einseitiges und (zugunsten der Armenier) parteiisches Programm als ein
unter gleichberechtigten Bedingungen organisiertes Symposium und eine
solche Diskussionsatmosphäre auffällt, sticht in die Augen, dass
insbesondere Türkei gegnerische Redner in der Mehrzahl sind.
|